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Datenschutz und Sicherheit – Terminbuchungskalender (SOLL)

Personenbezogene Daten und Zweckbindung

Das Endprodukt verarbeitet mindestens Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Terminbezug, Zustimmungsstatus und bei bestätigten Teilnahmen historische Zuordnungen zu Veranstaltungs-IDs. Bei Probearbeiten kommt die Angabe zur Einführungsveranstaltung hinzu. Diese Daten dürfen ausschließlich für Terminplanung, Bestätigung, Erinnerung, Durchführung, Stornierungsbearbeitung und die vereinbarte Auswertung verwendet werden.

Transparenz und Einwilligung

Vor dem Absenden werden Datenschutzhinweise nach Art. 13 DSGVO bereitgestellt und die bestätigte Kenntnisnahme dokumentiert. Rechtsgrundlage, genaue Formulierung, Nachweisform und Speicherfrist müssen vor Produktivsetzung abgestimmt werden.

Lokale Wiederverwendung von Anmeldedaten

Für mehrere aufeinanderfolgende Buchungen dürfen Anmeldedaten im Browser vorgehalten werden. Es ist zu entscheiden, ob dies nur während der Sitzung oder darüber hinaus erfolgt, wie Besuchende informiert werden und wie sie die lokalen Daten entfernen können. Eine dauerhafte Speicherung im Browser darf nicht ohne dokumentierte Rechts- und Sicherheitsabwägung erfolgen.

Schutz der Buchungsprozesse

Alle Eingaben werden serverseitig validiert. Buchungs- und Bestätigungsvorgänge benötigen Schutz gegen CSRF, automatisierte Anfragen und Kapazitätsüberbuchung. Bestätigungstoken, E-Mail-Adressen, Kalenderfeed-Adressen und Exporte sind vertraulich zu behandeln. Fehlermeldungen dürfen keine personenbezogenen Daten oder interne Zustände preisgeben.

Verwaltungszugriff und Export

Der geplante Zugriff allein über einen Backend-Link ist ein Risiko, weil damit Termine und personenbezogene Teilnahmedaten verändert oder exportiert werden können. Vor Produktivsetzung ist mindestens festzulegen, wie der Link geschützt, weitergegeben, widerrufen und protokolliert wird. Die fehlende Benutzerverwaltung ist eine bewusste fachliche Vorgabe, kein Ersatz für Zugriffsschutz.

Nachrichten und iCalendar

E-Mail-Bestätigungen und Erinnerungen enthalten nur die für den Termin erforderlichen Daten. Die zusätzliche oder alternative Nutzung von Signal Messenger erfordert eine eigene Prüfung von Einwilligung, Empfängerzuordnung, Auftragsverarbeitung, Datenübermittlung und betrieblichen Zuständigkeiten. iCalendar-Feeds dürfen keine nicht erforderlichen personenbezogenen Informationen offenlegen und benötigen nicht erratbare, widerrufbare Adressen.

Checkpoints

  • Art.-13-Information, Rechtsgrundlage und Einwilligungsnachweis sind abgestimmt.
  • Datenminimierung und Pflicht-/freiwillige Felder sind bestätigt.
  • Löschfristen für Anmeldungen, Historie, Exporte und Protokolle sind definiert.
  • Der Schutz des Backend-Links ist organisatorisch und technisch geregelt.
  • Der Signal-Messenger-Einsatz ist entschieden und gegebenenfalls datenschutzrechtlich geprüft.
  • Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch und Überbuchung sind getestet.
  • Vor Produktivsetzung ist eine gesonderte Sicherheitsanalyse durchgeführt.